Das geheimnis der SchwammerLLoge teil 2
Austriaman- der Retter Österreichs
Teil 2
Adas Schweigen der Würstel
Tippe rechts, wenn du bereit bist. Und links, wenn du's bereust.
Vorhang auf.

WAS BISHER GESCHAH:

Austriaman kommt von seiner Reise zurück, drückt den Anruf vom Bundespräsidenten weg („Red ma später, Oida") – und steht plötzlich in einem Wien ohne Würstelstände. Komplett ausgestorben. Keine Käsekrainer, kein Senf, kein Leben. Ziellos irrt unser hungriger Held in Wien umher…

Die Lage ist ernst.
„Wos is aus Wien word'n? A Stadt ohne Würstel is wie a G'schicht ohne Schmäh."
„Oh mei, oh mei…!"
„Muss i jetzt echt in an Laden, für a Würschtl?! Des is ja gegen die Wiener Verfassung!"
„Der Hunger treibt mi eini"
Aber schon der nächste Schock!
„Schwammerl, Schwammerl! Nix als Schwammerl"
„Des is kan Supermarkt mehr. Des is a Sporen-Supermacht! I muas raus do!"
„Nix wie weg!"
In der U-Bahn der nächste Anschlag auf unser Kulturgut
„Des a no. I glaub, i brauch a Schnapserl. Und an Exorzist."

Er starrt auf das Poster, als hätt's ihm die Panier vom Schnitzel gnommen. Sein Magen rebelliert. Sein Herz auch.

Und genau in dem Moment: Wieder schellt das Rot-Weiß-Rote Notfalltelefon. Es läutete wie ein verzweifelter Jodler in der Frühschicht.

Das Schicksal ruft. Mal wieder.
„Hier ist der Bürgermeister. Die Lage ist ernst, Herr Austriaman. Des is ihre Mission für Wien"
„Wissen S', i wollt eigentlich nur a Würschtl."
„Jetzt bin i scheinbar wieder Weltretter. Oba klor, i bin dabei"
Der nächste Anruf von oben.
„Hier ist ihr Kanzler! Austriaman, des is ihre Mission für Österreich!"
„Wenn's stimmt, was Sie sagen, Herr Kanzler, dann gibt's ka Zeit mehr für Gulasch und Gemütlichkeit. Dann brauchts an Austriaman."
Und wieder ein Anruf – von ganz oben
„Hier ist…"
„…Gott?"
„Gott? Spinnst jetzt? Quatsch, do ist dein Vermieter"
„Du bist mit der Miete zwa Monat im Rückstand"

Der Bürgermeister flehte, der Kanzler drohte – und beide wollten, dass er die Sache regelt. (und sein Vermieter die Miete… oba des is a andere Gschicht)

Ganz Wien war über Nacht zum Schwammerlparadies mutiert: Schnitzel weg, Pilz und Myzellen-Gerichte überall. Die Leute lieben es und Österreichs reichhaltige Kulinarik droht komplett in einem Sporennebel unterzugehen.

Austriaman nimmt den Kampf auf. Der Bürgermeister hat ihm von einem neuen Würstelstand am Stephansdom erzählt und unverzüglich macht er sich auf den Weg dorthin. Allein das Wort Würstelstand beflügelt ihn…

Der Kampf geht weiter.
- - - W E R B U N G - - -
Dein Hirn will's nicht, dein Körper schon!
JETZT IM HANDEL
„Jetzt unterwandern die scho mei Gschicht!"
„Wenn i fliegen will, sauf i Most. Ned Sporenbrüh."
Am Stephansdom angekommen…
„Scho wieda a Schwammerl? Na, mol schaun wos es do so gibt"
Er hoffte auf Zufall. Doch die Karte war ein Alptraum in Pilzform.
„Mein Magen schreit, mein Hirn warnt. Oba der Hunger! I brauch a Würstl!"
„Nur a klaner Biss, wos kann scho passieren?"
„Wos is denn jetzt?! Seit wann tanzt da Stephansdom?!"
Ein Biss von ihm in den Schwammerl-Hotdog – und die Realität zerbröselte wie a zu hartes Semmerl.
„Oida, wos geht denn do ob? Oba net mit mir ihr Schwammerlköpf"

„Eins werden mit dem Myzell…? I streich mir glei dein Fruchtkörper aufs Weckerl, du depperter Pilzkopf. I werde eins mit dir, wenn i di in die Pfanne einihau.

Nur an klaner Bissen – und scho hat's mi g'rissen. Des war ka Würstel. Des war a Eintrittskart'n in a kulinarische Verschwörung.

Mir wird langsam klar: Do geht's ned um G'schmack. Ned amoi um G'sundheit. Die Schwammerl woll'n uns ned nur füttern. Die woll'n uns… verändern."

Aber i bin ned wie die andern. I bin aufgewachsen mit Leberkäs, Schnitzel und Zwiebelsenf. In mir lebt das kulinarische Erbe unsres Landes. Und genau des macht mi immun – zumindest no a bissl.

Sie woll'n uns das Gulasch nehmen. Die Kaspressknödel. Die Würschtl! Aber so lang i no atme, so lang i no steh – kriegen's uns net! Jetzt geht ans Eingmachte!"

Der Held erwacht.
Seine feine Nase nimmt die Witterung von Schwammerl auf und schnüffelt ihn bis vor das berühmte Hotel Lacher
„I hab's gwusst… Wo's Luxus und Macht gibt, do find ma die Sporen-Brut. Des schau i mir genauer an"
Er rückte seinen Umhang zurecht und schlich sich in das Hotel, bereit, das kulinarische Gleichgewicht der Nation zu verteidigen.
Sie trinken Trüffel-Cappuccino und lachen wie Menschen, die wissen, dass sie den Speiseplan der Republik steuern.
Ein Blick in den Konferenzraum…
„Wos zum Schnitzel? Schwammerl-PowerPoint? Des wird ja imma ärger"
Im Konferenzraum werden neueste kulinarische Kreationen präsentiert – futuristisch angerichtete Schwammerlgerichte auf edlem Porzellan.
„I glaub, i hob gnuag gsehn"
Draußen vor dem Hotel inspiziert er den Kastenwagen
„Aha, aus St. Pölten. Dem kleb i meinen patentierten Schnitzel-Peilsender ans Blech und dann schaun´ ma wo des Gsindel herkommt."
Austriamans hochentwickelter Peilsender, versteckt in einem Panierbrösel – außen knusprig, innen Hightech. Sendet selbst durch Extrawurst hindurch und hält länger als jede Leberkässemmel.
„So, du kleine Panierwanze… zeig ma, wo die Schwammerlschurken wohnen!"

So kommt es, dass sich unser Held an die Fersen der mysteriösen Schwammerlbrut hängt.

Die Spur führt hinaus aus der Stadt – dorthin, wo die Schwammerl nicht nur in der Soß'n stecken, sondern tief in der Machtstruktur wurzeln.

Austriaman hat eine Fährte – und sie riecht nach Wald, Sporennebel und Verschwörung!

Die Spur führt raus aus Wien.
Und sie führt ihn nach Niederösterreich… Ein Land, wo Marillen heiliger sind als Sonntagsmessen. Wo hinter jedem Vierkanthof ein Geheimnis lauert. Und wo Heurige mehr servieren als nur Wein.
„Des is ka Urlaub. Des is a Auftrag!"